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Das Projekt „Playground“ ist Teil der landesweiten Initiative Bildungspartner NRW – Bühne und Schule.
Mit ihr fördert die nordrhein-westfälische Landesregierung zusammen mit den kommunalen
Spitzenverbänden die systematische Kooperation von Bühnen und Schulen.
gefördert von: der Stiftung Jugendhilfe der Sparkasse Bonn, der Stadt Bonn und dem Ministerium für
Kultur und Wissenschaft NRW / regionale Kulturpolitik

PLAYGROUND – THEATERNETZWERK

Die Idee:

Ein Projekt der Marie-Kahle-Gesamtschule, der Gesamtschule Siegburg, der Bertolt- Brecht-Gesamtschule, der Vorgebirgs-Schule Alfter, der Realschule Beuel, des Clara- Schumann-Gymnasium, der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule, der Performancegruppe pulk fiktion und des Theaters Marabu.

Sieben Schulen verschiedenster Ausrichtung (Gymnasium, Gesamtschule, Realschule, Förderschule mit Schwerpunkt Geistige Entwicklung) und zwei professionelle freie Theater haben sich zusammengeschlossen,

 

  • um Theater und Schule miteinander in Schwingung zu bringen und zur Gestaltung der Bildungslandschaftbeizutragen,
  • um kulturelle und ästhetische Bildung als einen Bestandteil des kreativen Lernens stärker an den Schulen zu verankern,
  • um als regional orientiertes Projekt miteinander und voneinander zu lernen
  • kulturelle Bildung im Dialog inklusiv und vernetzt zu gestalten und so
  • „step by step“ ein modellhaftes Konzept zu entwickeln, das ausgeweitet und für andere Interessierte nutzbar gemacht werden kann.

Die Bausteine des Konzepts:

Ein Starter-Projekt für 5. Klassen:

- In einem spielerischen Einstiegs-Workshop beschäftigen sich die Kinder mit den folgenden Fragen: Theater, was ist das? Wozu überhaupt Theater? Welche Abmachungen, Regeln, Konventionen gibt es im Theater?

- Es gibt zwei Theaterbesuche, ein anschließendes Gespräch mit den Schauspieler*innen und einen Blick hinter die Kulissen.

- Außerdem findet ein nachbereitender Workshop zu einem Stück statt, in dem ein Fokus auf die ästhetischen Mittel der gesehenen Inszenierung gelegt wird.

Ein Aufbauprojekt für die 6. Klassen

Das Projekt beinhaltet…

- einen Theater-Workshop mit Theaterspielen und -übungen, der sich an einem Thema orientieren kann, das in der jeweiligen Klasse aktuell ist

- einen Theaterbesuch und ein anschließendes Gespräch mit den Schauspieler*innen sowie einen Blick hinter die Kulissen,

- ein Theaterbesuch eines Gastspiels von pulk fiktion

- einen themenbezogenen Projekttag an dem die Kinder in verschiedenen Workshops die Arbeitsbereiche des Theaters kennenlernen und selbst kreativ werden und experimentieren (Spiel, Musik, Bühne, Kostüme, Licht, Ton, Medien ...)

Ein Partizipationsprojekt für Theater-AGs der 7. Klasse

Neben den beiden Theaterbesuchen der 7. Klassen und den dazugehörigen Workshops bieten wir in diesem Schuljahr ein spezifiziertes Partizipationsprojekt an.

Wie schaffen wir es, dass die Jugendlichen neue Theaterformate kennen lernen und in ihren Theater-AGs mehr Eigeninitiative entwickeln, um den kreativen Prozess voran zu treiben?

Über ein Fortbildungsprogramm für Jugendliche im Theater Marabu und eine Begleitung des künstlerischen Prozesses an der Schule.

Im Fortbildungsprogramm kommen nun jeweils 8 Schüler*innen aus den 7 Schulen zusammen (Theaterspiel: 4 Schüler*innen; Licht- und Tontechnik: 2 Schüler*innen, Ausstattung: 2 Schüler*innen).

Wichtig finden wir in diesem 3. Jahr, dass die Jugendlichen aus unterschiedlichen Schulen zusammenkommen und sich auch über ihre Theaterarbeit an den Schulen austauschen können.

Was bisher geschah:

Da manches oder eigentlich vieles wegen der Corona-Epidemie nicht wie eigentlich vorgesehen hat stattfinden können, erhielten alle vier Klassen zunächst einen Stick mit einem Vorstellungsvideo des Theaters Marabu. Beigefügt war ein Brief an die jeweilige Klasse mit der Bitte, Porträtfotos aller Schüler und Schülerinnen zu machen und dem Theater zu schicken. Hieraus wurde die Collage mit Fotos aller beteiligten Schüler und Schülerinnen als Projektplakat (s.o.).

Trotz Corona konnten auch die ersten Workshops in der Aula stattfinden. Hier hatten die Kinder ihren ersten Kontakt mit den Theaterpädagoginnen und lernten spielerisch die Welt des Theaters kennen.

Und dann waren wir glücklich, unter strengen Hygieneauflagen mit jeweils zwei Klassen im Theater Marabu die erste Vorstellung im Rahmen des Projekts zu sehen und anschließend mit den Schauspielern sprechen zu können. Wir sahen eine Expedition in den Weltraum zur Suche nach dem Hund Laika. Hier ein Foto der Aufführung:

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Und wie geht es weiter?

Aktuell bereitet das Theater eine Outdoor-Produktion vor, die für uns im Amphitheater in den Rheinauen zu sehen sein wird. Es geht um einen Reinigungstrupp, der den Schulhof säubert und dann einen liegen gebliebenen Ranzen entdeckt. Da er niemandem zu gehören scheint, wird der Reinigungstrupp zum „M.O.D.“ zum „Master of disaster“. In dem Ranzen befinden sich Sorgen und Nöte der Kinder, die der M.O.D. dann zu „entsorgen“ hat.

Und hier sind die an der Kooperation beteiligten Kinder bereits an der Produktion beteiligt. Sie können ihre Sorgen, Träume und Nöte und ihre Tricks und Tipps, damit umzugehen, dem Theater als Audionachricht schicken. Diese werden dann in die Produktion eingebunden.

Wir sind schon gespannt auf das Probenergebnis und freuen uns auf unseren nächsten Theaterbesuch!

Die schulischen Ansprechpartnerinnen für die Kooperation sind Frau Frangini und Frau Scholtheis.

ANHANG

Wer ist das Theater Marabu?

Das Theater Marabu ist ein relativ kleines Theater, das mit der Kapazität von ca. 120 Personen eine große Nähe zum Publikum ermöglicht.

Hinzu kommt eine Spielweise, die sich direkt an das Publikum richtet, mit dem Publikum spielt oder das Publikum in den Bühnenraum integriert.

All das sind Bedingungen, die gerade unerfahrenen Theatergänger*innen einen Zugang zum Theater ermöglichen.

Ästhetisch schaffen die Inszenierungen Bilder, die es zu deuten gilt und Assoziationsräume, die Raum lassen für die Anknüpfung an eigene Erlebnisse und Erfahrungen. Es wird nicht erklärt, sondern es gilt, den eigenen Assoziationen zu vertrauen.

Das Theater Marabu bietet unterschiedlichste Theaterformen an, bedient sich gerne medialer, soundtechnischer und musikalischer Mittel und knüpft sowohl inhaltlich als auch ästhetisch an die Erlebniswelten der Kinder und Jugendlichen an.

Das Theater Marabu gehört zu den erfolgreichsten Theatern für junges Publikum und erhielt 2015 des ASSITEJ Preis für besondere Verdienste im Theater für junges Publikum und den Inthega-Preis für richtungsweisendes Theater.

Regelmäßig ist das Theater Marabu auf nationalen und internationalen Festivals zu Gast, wurde bereits für den George-Tabori Preis (2013) und den deutschen Theaterpreis „Der Faust“ (2009 + 2013) nominiert.

Bereits zehnmal erhielt das Theater Marabu den Hauptpreis des Landes NRW für die beste Inszenierung auf dem NRW Festival „Westwind“.

Wer ist pulk fiktion?

pulk fiktion ist eine Performancegruppe, die sich 2007 in Bonn gegründet hat und derzeit von der Regisseurin und Performerin Hannah Biedermann und dem Performer und Videokünstler Norman Grotegut geleitet wird. Ein heterogener pulk von jungen Künstler*innen (aus den Bereichen Theater, Film, Musik, Performance, Videokunst und interaktive Medien) erarbeitet in unterschiedlichen Konstellationen Produktionen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Der vielfältige und interdisziplinäre Ansatz der Gruppe entsteht aus dem unbedingten Ziel, die ästhetische Form jeweils individuell nach dem gestellten Thema auszurichten. pulk fiktion findet im medialen Bereich häufig ihre Inhalte und damit auch den ästhetischen Zugang zu ihren Arbeiten.

Als Gruppe, die sich zunächst dem Kinder- und Jugendtheater verschrieben hat, stellt sie sich nun vermehrt der Frage: wie kann ein gemeinsames Leben mit allen Generationen (aller Nationen und Kulturen) aussehen? Und damit auch, wie kann ein zeitgenössisches Theater für alle aussehen? Wie kann Theater nicht nur Utopien vorspielen, sondern selbst Ort der Begegnung und Verhandlung sein?

pulk fiktion wurde mit dem George Tabori Förderpreis 2016 ausgezeichnet.

Die Produktionen, meist Stückentwicklungen, wurden auf zahlreiche nationale und internationale Festivals eingeladen, wie z.B. AUGENBLICK MAL! – Theatertreffen für Theater für junges Publikum, WESTWIND – Kinder-und Jugendtheatertreffen NRW, SPURENSUCHE – Bundesweites Treffen der Kinder- und Jugendtheater, PERSPEKTIVES – deutsch-französisches Festival der Bühnenkunst, MOMIX – Kinder- und Jugendtheatertreffen Frankreich, SCHÄXPIR

– Internationales Kinder- und Jugendtheatertreffen in Österreich und viele andere.

 

bereits bei vielen verschiedenen Gelegenheiten gezeigt haben, wie sehr sie unsere Schüler*innen begeistern und motivieren können, wäre für uns eine große Unterstützung.

 

Bertolt-Brecht-Gesamtschule Bonn

Wir möchten gerne unsere bisherige Kooperation mit dem Theater Marabu um die geplanten Projekte erweitern, weil wir als integrierte GS den besonderen Auftrag haben, alle Menschen willkommen zu heißen und niemanden von gesellschaftlichen und kulturellen Prozessen auszuschließen. Viele unserer SchülerInnen kommen aus einem sozial-kulturellem Umfeld, in dem ein Theaterbesuch nicht von den Eltern angeregt bzw. finanziert wird.

Schon in unserem Schulprogramm legen wir uns als anerkannte UNESCO-Schule fest, „eine tragfähige Zusammenarbeit mit den verschiedensten Institutionen und Vereinen der Stadt zu entwickeln, um Lebens- und Schulwelt sinnvoll miteinander zu verbinden.“ In dieser Verbindung können wir unsere Bildungs- und Erziehungsziele durch praktisches Erfahrungslernen in Projektwochen, Workshops oder anderen Angeboten angemessen thematisieren. Auch wird so ein neuer Weg des Lernens eröffnet, der insbesondere auch für Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen ein Angebot bietet.

Im Marabu-Starterpaket für die 5. Klassen wird genau das angeboten, was wir in unserem schulinternen DG-Curriculum als notwendig erachten. So zählt z.B. zu den künstlerischen Grundkompetenzen auch die Entwicklung der Zuschauerkompetenz. Ein Erfahrungs-Lernen vor Ort im Theater wäre hier von großer Nachhaltigkeit.

Des Weiteren ist es für unsere SchülerInnen wichtig, die Arbeit des Theaters kennen zu lernen sowie dessen unterstützenden außerschulischen Angebote, die oft nicht bekannt sind und zu selten oder nicht genutzt werden.

Hier greift das Projekt-Angebot für den Jahrgang 6, bei dem nochmals ein Besuch einer Theateraufführung mit Projekttag vorgesehen ist. In diesem Schuljahr steht für die SchülerInnen die Wahl ihrer WP-Fächer an und ein Theaterbesuch könnte abschließend klären, ob „Darstellen und Gestalten“ eine Wahlmöglichkeit ist.

Das Partizipationsprojekt im Jg.7 erleichtert mir als Lehrerin die Förderung der SchülerInnen, die besondere Stärken und Fähigkeiten haben und diese in mehr Eigeninitiative entwickeln und verantworten wollen (Erfahrung der Selbstwirksamkeit). Im normalen Fachunterricht ist mir dies kaum möglich.

Als Lehrerinnen der oben genannten Schulen haben wir uns mit dem Theater Marabu zusammengeschlossen, weil wir hier die Unterstützung erfahren haben, die uns eine engagierte Arbeit in der Schule ermöglicht (z.B. Lehrerfortbildung, Projektangebote). Damit dies nicht nur der Tropfen auf den heißen Stein ist, wollten wir ein Modell entwickeln, das den Bedürfnissen von Schule, LehrerInnen und SchülerInnen entspricht.

Clara-Schumann-Gymnasium-*+

Die Schülerschaft des Clara-Schumann-Gymnasiums, im Herzen der Bonner Südstadt, zeigt ein reges Interesse am Theater. Außerdem zeichnet unsere Schule traditionsgemäß die Idee eines menschlichen Miteinanders als Antrieb einer Schulgemeinschaft aus. In unserem neuen Schulprogramm gesellt sich das zielstrebig mit dem Fokus auf die individuellen Möglichkeit zur Entfaltung der Persönlichkeit: Deswegen wird am Clara sehr viel Wert auf die

„Theater-Arbeit“ gelegt, die nicht nur in AGs und in den Literaturkursen stattfindet, sondern auch im Unterricht immer wieder neu verankert wird.

Gerade in der fünften Stufe, wenn es darum geht, dass eine neue Klassengemeinschaft gebildet wird und dass Interessen sich neu oder weiterentwickeln, ist das Starter-Projekt


„Was soll das ganze Theater?“ der richtige Anfang: Die Schüler können zusammen (erste) Erfahrungen sammeln oder erweitern und lernen Theater als Ort der Begegnung kennen. Zurzeit entwickelt unsere Schule für die sechste Stufe ein sogenanntes Kultur-Karussell: Der Baustein „Theater ist mehr als nur Theater“ würde zweifelsohne unsere Sparte „Theater- Werkstatt“ bereichern.

Nach dem Durchlaufen des Starter-Projekts in der fünften Klasse sowie der unterschiedlichen Angebote des Kultur-Karussells in der sechsten Klasse, haben die Schülerinnen und Schüler, die ihr „Kultur-Portfolio“ mit dem Schwerpunkt Theater weiterentwickeln wollen, dank „Jetzt geht’s rund!“ die Möglichkeit, über die Erfahrungswelt Schultheater hinaus ihre Kenntnisse bei einem professionellen Theater zu vertiefen.

Von der Kooperation mit dem Theater Marabu mit seiner besonderen Spielweise sowie von diesem besonderen Projekt kann die Schülerschaft am Clara aus unterschiedlichen Gründen profitieren: Diese reichen von der Begegnung mit Jugendlichen aus anderen Schulformen bis hin zu einer ästhetischen Bildung, welche unabhängig von Lehrplänen und bekannten Stoffen in diesem Rahmen frei erfolgen kann.

Marie-Kahle-Gesamtschule Bonn

„Lebensvorbereitung durch Auseinandersetzung mit Kultur“

Die gemeinsame „kulturelle Lebensvorbereitung“ ist in dem Schulprogramm der MKG fest verankert. Allerdings haben die Schüler*innen, die in der fünften Klasse zu uns kommen, nicht die gleichen kulturellen Voraussetzungen, da auf unserer Schule Kindern verschiedenster sozialer Hintergründe aufeinandertreffen. Deshalb ist das Starter-Projekt

„Was soll das ganze Theater?“ des Theater Marabus, welches für die Jahrgangsstufe fünf angedacht ist, notwendig, um jedem einzelnen Schüler die Tür der kulturellen Welt zu öffnen.

Bei dem Starter-Projekt kann das Interesse der Schüler*innen für das Theater(spiel) entstehen und sie können Talente entwickeln und diese später beispielsweise in dem Hauptfach „Darstellen und Gestalten“ oder in dem Profilkurs „Theater“ ausbauen. Solch eine Förderung der LifeSkills ist ein wichtiger Bestandteil des Schulprogramms der MKG.

In dem Partizipations-Projekt des 7. Jahrgangs können sich Schüler*innen in bestimmten Theaterbereichen fortbilden lassen und die neu erworbenen Kompetenzen in dem DG- Unterricht oder dem Profilkurs „Theater“ einbringen. Nicht nur ein Kurs kann von diesen fortgebildeten Schüler*innen profitieren. Sie können zudem eine aktive Rolle bei der Planung unseres jährlichen Kulturabends einnehmen, indem sie dem „AK Kultur“ beitreten und diesen mitgestalten.

Das Kulturangebot der MKG sieht eine Zusammenarbeit mit externen Partnern vor. Hierbei erweist sich das Theater Marabu als besonders geeignet, da es mit seiner besonderen Spielweise neue Wege geht, die sich direkt an das Publikum richten und dadurch auch unerfahrenen Theatergänger*innen einen Zugang zum Theater ermöglichen.

Theater und Schule - Realschule Beuel

Die Schülerschaft der Realschule Beuel hat sich in den letzten Jahren tiefgreifend gewandelt. Inzwischen haben mehr als 75% der Schülerinnen und Schüler einen Migrationshintergrund, hinzu kommen immer mehr Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf. Einen großen Teil der Familien, in denen diese Kinder aufwachsen, muss man als „bildungsfern“ bezeichnen. Damit verbunden ist häufig auch ein Mangel an Kompetenz, sich im öffentlichen Raum zu bewegen. Mit dem Projekt „Theater und Schule“ wird dieser


Schülerschaft die Möglichkeit geboten, im Stadtteil in Zusammenarbeit mit dem Marabu- Theater exemplarisch an einem „Kulturbetrieb“ teilzuhaben und dessen Bedeutung für menschliches Zusammenleben kennen und schätzen zu lernen. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler auf vielfältige Weise zu eigenem Handeln animiert und in ihrer Persönlichkeitsentwickelung unterstützt. Das Projekt fördert im Idealfall neben der Entwicklung eines besseren Selbstwertgefühls auch eine befriedigendere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, dem sich die Schülerinnen und Schüler häufig nicht zugehörig fühlen.

Elisabeth-Selbert-Gesamtschule

Die Elisabeth-Selbert-Gesamtschule möchte die bestehende Kooperation mit dem Theater Marabu fortsetzen, indem unsere Schule am geplanten dreijährigen Projekt „Theater und Schule“ teilnimmt.

Als inklusive Gesamtschule ist unser Leitbild, individuelle und inklusive Lernwege der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Bereits in unserem Schulprogramm heben wir fünf Bereiche hervor, die uns besonders wichtig sind: Begabungsförderung, Berufsorientierung, Sprachförderung, Lebenskompetenzen und Inklusion. In dem Projekt „Theater und Schule“ können die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen in diesen Bereichen durch Theaterbesuche, Workshops und andere ästhetische Angebote festigen und vertiefen.

Im Jahrgang 5 kommen Schülerinnen und Schüler mit individuellen Lernwegen aus Bonner Grundschulen zu uns. Ein großer Anteil der Schülerinnen und Schüler in der Elisabeth- Selbert- Gesamtschule spricht Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache.

Um den Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule zu erleichtern, kann das Projekt „Theater und Schule“ durch theaterpädagogische Workshops, in denen insbesondere die deutsche Sprache, die sozialen Kompetenzen und das ästhetische Lernen gefördert werden, helfen. Hier kann das Projekt „Theater und Schule“ individuell ansetzen und auf die jeweiligen Interessen der Schülerinnen und Schüler eingehen.

Das Marabu Startprojekt in Klasse 5 bietet den Schülerinnen und Schülern, dass sie ein Theaterstück besuchen und danach an einem theaterpädagogischen Workshop teilnehmen, bei dem die Inhalte des Stücks individuell reflektiert werden und mit den Schülerinnen und Schülern praktisch weiter gearbeitet wird. Das ästhetische Lernen ist ein wichtiger Aspekt des Wahlpflicht-Fachs Darstellen und Gestalten.

Ein Besuch im Theater sowie eine Nachbesprechung bietet somit die Möglichkeit, dass Schülerinnen und Schüler lernen, die Bilder zu deuten, an eigene Erfahrungen anzuknüpfen und sich auf der Bühne auszuprobieren.

Zudem erhalten sie einen ersten Einblick in das neue Fach „Darstellen und Gestalten“, was im Sommer 2018 in der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule eingeführt wurde.

Der theaterpädagogische Ansatz des Projekts wird im Jahrgang 6 und 7 dadurch vertieft, dass Schülerinnen und Schüler individuell ein Genre aus dem Bereich Theater wählen können, das sie besonders interessiert.

Die Teilnahme an dem Projekt bedeutet für unsere Schule, dass alle Schülerinnen und Schüler bereits in Klasse 5 einen ersten Einblick in die Theaterarbeit erhalten und somit erste Erfahrungen im Bereich des ästhetischen Lernens sammeln, welche im Fach „Darstellen und Gestalten“ vertieft werden.