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Naturwissenschaften

Vom 14. bis 17. September kamen Naturwissenschaftler aus ganz Deutschland zur 130. Tagung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte in Saarbrücken zusammen, um die Digitalisierung der Wissenschaften zu diskutieren.

Mit dabei waren zwei Clara-Schüler der Q1, denen zusammen mit einer Gruppe von Schülern aus ganz Deutschland die Teilnahme durch ein Stipendium der Wilhelm und Else Heraeus Stiftung ermöglicht wurde. Das „XLAB-Göttinger Experimentierlabor für junge Leute“ hat dieses Programm für den Nachwuchs organisiert. Allen ist es wahrlich gelungen, die jungen Menschen über den direkten Kontakt mit herausragenden Wissenschaftlern zu begeistern und zu motivieren.

In zahlreichen interessanten Vorträgen haben Wissenschaftler der Informatik, Physik, Medizin, Biologie und Chemie über die jeweilige Relevanz der Digitalisierung für ihr Fach gesprochen und aktuelle Projekte hierzu vorgestellt. Die Digitalisierung ermöglicht ausgehend von Strukturmodellen die Analyse und Simulation von komplexen Prozessen mit Hilfe von Computern. Für alle Wissenschaften wurden Methoden entwickelt, um digitale Massendaten durch Algorithmen automatisch auszuwerten. Roboter führen Experimente aus und durch Künstliche Intelligenz werden nun neue Zusammenhänge entdeckt und Hypothesen überprüft.

Der Physiker und Nobelpreisträger Klaus von Klitzing hat den traditionellen Nobel-Vortrag mit dem Titel „Vom Nobelpreis zu einer Definition des Kilogramms – Eine Idee von Max Planck wird Wirklichkeit“ gehalten. Sehr humorvoll hat er die Grundlagen für die Revolution, die seine Forschung bei der Neudefinition des Kilogramms spielt, erklärt. Er erhielt 1985 für die Entdeckung des Quanten-Hall-Effektes den Nobelpreis der Physik. Hier wurde ein neuer elektrischer Widerstand entdeckt, dessen Wert nur von Naturkonstanten abhängt und heute durch die Klitzing-Konstante charakterisiert wird. Am 16. November 2018 (33 Jahre später) wird diese Konstante wohl Teil eines auf Naturkonstanten beruhenden globalen Maßsystems werden, wenn die Generalkonferenz für Maß und Gewicht in Versailles über ein neues Einheitensystem abstimmen und auch das Kilogramm durch eine Naturkonstante ersetzen wird. Das im Jahr 1799 geschaffene UR-Kilogramm ist heute nämlich nicht mehr stabil genug.

Abgerundet wurde das Programm durch spannende Laborbesuche in Saarbrücken. Die Clara-Schüler konnten das Leibniz-Institut für Neue Materialien, ein Zentrum für Materialforschung und Entwicklung, sowie das Max-Planck-Institut für Informatik besuchen. Besonders spannend war die Arbeit mit dem Elektronenmikroskop.

Für die vielen Eindrücke und diese tolle Erfahrung danken die Schüler der GDNÄ, der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, dem XLAB-Göttinger Experimentierlabor und besonders ihrem Chemielehrer Herrn Mermagen, der sie für die Teilnahme vorgeschlagen hatte.

Finn Hille Q1